Tandemtour am 15.08.2026

Ausfahrt am Samstag 15. August 2026 in den „heißen Münchner Osten“.

 

Teilnehmer:

Gregor und Hans, Führungstandem

Teena und Richard

Inge und Michael

Anita und Otto

Petra und Robert

Renate und Bernd

Ernst und Armin, Schlusstandem

 Um kurz nach 9 Uhr sind wir am Truderinger S-Bahnhof zu unserem flachem, aber etwas mehr als wohltemperierten 55-km-Rundkurs aufgebrochen. Einige spezielle Orte und Besonderheiten erwarteten uns.

Wie kanns an Maria Himmelfahrt anders sein, als dass unser Weg nach wenigen Kilometern an einer schönen Marienstatue in der Lourdes-Grotte am „Kraftort“ im Truderinger Wald vorbeiführt?! Über schattige Forstwege Richtung Osten gings durch Solalinden, durch das Gut Keferloh mit der bekannten Gaststätte Kreitmair. Von hier kommt der „Keferloher“ der historische Bierkrug aus Ton, der das Bier über Jahrhunderte hinweg an heißen Tagen frisch hält.

Weiter geht’s in der Gemeinde Grasbrunn über die „Schwammerlbrücke“ nach Neukeferloh. Eine breite, komfortable Autobrücke mitten im Wald, nur über schmale Forstwege zugänglich und wie der Name vermuten lässt mitten im Schwammerl- und Wildgebiet. Die Rehe und die Radler freuts!

Im Wald, kurz vor Möschenfeld begrüßen Hans` Enkel jubelnd unsere Gruppe. Wir machen Rast im prächtigen Hofgut Möschenfeld der Familie von Finck mit der prächtigen Barockkirche St. Ottilien.

Die heilige Ottilie ist eine besondere Beschützerin unserer Gruppe. So machen wir uns zu Fuß auf und besuchen die Kirche während Anita und Otto unsere Räder unter einer schattigen Linde behüten. Sie kennen die Kirche bereits von Konzertbesuchen.

Über Harthausen gelangen wir zurück zum Isar-Inn-Panoramaweg, bezwingen die einzige sanfte Steigung nach Wolfersberg. Bald ist im Wald unser südöstlichster Punkt erreicht und wir biegen nach Norden ab und strampeln leicht bergab nach Zorneding. Am Rathaus- Trinkwasserspender füllen wir unsere Flaschen und genießen Inges wunderbaren „Mallorquinischen Mandelkuchen“ – Dankeschön !!!.

Gestärkt weiter über Purfing, unterhalb von Ingelsberg vorbei nach Baldham Dorf. Auf dem Weg nach Vaterstetten steht mitten im Feld neben dem Radweg ein alter Güterwaggon auf einem kurzen Stück Gleis- eine Gedenkstätte, welche an holländische Zwangsarbeiter erinnert, die im letzten Kriegswinter hier eine Bahnstrecke errichten und in gleichartigen Waggons leben mussten.

Nach nun etwa 35 Kilometern kamen wir im schattigen Biergarten des „Landlust Wirtshauses am Reitsberger Hof“ an. Dort begrüßten uns mit großem Halloooh Renate und Bernd, die den Start in Trudering verpasst hatten. Nach gutem und sehr reichlichem Essen und vielleicht etwas „Bettschwere“ rafften wir uns wieder auf.

Über Weißenfeld und Feldkirchen, am „Fidschi“, dem Feldkirchner Erholungsgelände vorbei zum Aqua Park Roberto-Beach mit Blick auf die Wasserski-Athleten. Hier, am nördlichsten Punkt unserer Runde, dem südlichen Rand von Aschheim, verlassen uns Anita und Otto. Nun radeln wir nach Südwesten in Richtung Riem und stehen bald auf einem als Denkmal verbliebenen kurzen Stück Landebahn des ehemaligen Münchner Flughafens. Bald sehen wir den Riemer-See, auch BUGA-See genannt, suchen ein schattiges Plätzchen und ab geht’s für die meisten ins kühle Nass. Der Rest chillt im Schatten einer kleinen Linde.

Erfrischt und ausgeruht und nach einer zweiten Runde „Mallorquinischem Mandelkuchen“ radeln wir durch den Riemer Park und passieren den „Kopfbau“, den Zugang zur Abfertigungshalle des ehemaligen Flughafens und die damaligen Zuschauertribünen. Kindheitsträume und Fernweh-Gefühle werden wach.

Entlang den Wällen des architektonisch gestalteten Riemer Friedhofes, dann an St. Peter und Paul in Kirchtrudering vorbei und unter den S-Bahngleisen hindurch- schon fast wieder am Truderinger Bahnhof, entschließen wir uns zum fröhlichen Ausklang und Feiern unserer heißen, staubigen, aber schönen Ausfahrt im schattigen Biergarten des Gasthauses Obermayr.

Schön wars! (Bild der Rosensorte „Westzeit“)