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2008
Tandem-Tour am 5. + 6. Juli 2008
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Tandem-Tour am 5. + 6. Juli 2008

Bergtour am 5. + 6. Juli 2008

Start um 9:00 Uhr am Hauptbahnhof

3 ½ Tandems

Es fuhren: Michael und Christa

Waltraud und Gregor

Fred und Ilse

Dorothee (die leider keine Beifahrer fand)


Sämtliche Teilnehmer waren pünktlich am Gleis 30 und um 9 Uhr waren unsere Räder bereits im Gepäckwagen verstaut. Das war auch gut so, denn 10 Minuten später begann der Ansturm auf die noch freien Plätze.

Wir starteten um 11:30 Uhr vom Mittenwalder Bahnhof aus unsere Tour. Bei Sonnenschein ging es los und wir befuhren bald eine schöne Nebenstraße (kleiner Kiesschotter), die uns nach 8 km direkt durch die "Porta Claudia" nach Scharnitz brachte.

Die Porta Claudia ist eine ehemalige externer LinkBefestigungsanlage an der Engstelle des externer LinkScharnitzpasses im externer LinkIsartal bei externer LinkScharnitz (externer LinkTirol, externer LinkÖsterreich).

Der Bau der Sperre wurde von externer LinkClaudia de Medici, Erzherzogin von externer LinkÖsterreich und Landesfürstin von Tirol, als Begrenzung des wichtigen Übergangs von externer LinkBayern nach Tirol in Auftrag gegeben und nach ihr benannt. Die Porta Claudia wurde externer Link1633 während des externer Link30-jährigen Kriegs errichtet und externer Link1670 erweitert. Nach einer längeren Belagerung durch Marschall externer LinkMichel Ney und seine externer Linknapoleonischen Truppen wurde die Festung am externer Link3. November externer Link1805 nach Umgehung über den sogenannten Franzosensteig bei externer LinkMittenwald und externer LinkSeefeld (Tirol) von hinten gestürmt und anschließend geschleift. Heutzutage sind nur noch bis zu 6 Meter hohe Mauern erhalten.

Ab Scharnitz befuhren wir das Hinterautal. Hier ging es jetzt eine gekieste Fahrstraße bergauf 15 km bis zur Kastenalm. Kurz vor der Kastenalm sahen wir uns noch den Isarursprung an. Hier fließen 3 Quellbäche zusammen und ab diesem Punkt hat die Isar ihren Namen. Natürlich haben einige von uns (naja, nur eine: Waltraud) ihr Füße gebadet. Hier ist die Isar noch sehr kalt. Nach dem leichten Anstieg gönnten wir uns auf der Alm eine feine Brotzeit und Kuchen.

Jetzt stellten wir die Räder ab und schulterten die Rucksäcke um zur externer LinkHallerangeralm aufzusteigen. Es floss jede Menge Schweiß, denn es ging ziemlich steil nach oben. 450 Höhenmeter in 2 Stunden. Bei kleinen Wanderpausen kamen wir immer wieder ins Gespräch mit andren Wanderern. Da waren dann auch welche dabei, die einfach mal so in 3 Wochen von Bad Tölz nach Venedig wandern wollen. Hut ab! Oben angekommen bezogen wir unser Kleinlager. Das heißt, wir schliefen alle in einem Raum. Die weiblichen Teilnehmer der Expedition unten, die männlichen oben. Duschen konnte man nur eiskalt, weil das Gas der Therme alle war. Danach waren diejenigen, die sich trotzdem unter die Dusche stellten richtig fit.

Jetzt mussten wir noch nachsehen, wo der Lafatscherbach entspringt, der als eigentliche Isarquelle angesehen wird. Also stiegen wir zu der nur wenige Minuten entfernten Quelle und sahen uns an, wie das Wasser aus dem Boden steigt und innerhalb weniger Meter schon zu einem kleinen Fluss anschwillt.

Beim Abendessen mit Speckknödel und Tiroler Gröstl haben wir uns so überfressen, dass wir nicht mal mehr einen gemeinsamen Kaiserschmarrn als Nachspeise wollten.

Auf der Terrasse sahen wir uns den Sonnenuntergang an und tranken in der Stube noch ein bisschen Rotwein.

Wir fielen müde in unsere Lagerbetten und schliefen mehr oder weniger gut bis uns Fred`s Uhr um 6:30 Uhr weckte.

Nach wecken und Katzenwäsche frühstückten wir gemütlich um dann den Abstieg in Angriff zu nehmen.

Runter geht es deutlich schneller als rauf. Wir waren schon um 11 Uhr an der Kastenalm angekommen um Flüssigkeiten abzugeben und wieder aufzufüllen. Auf der Kastenalm versuchten sich Fred und Gregor mit Zitaten von Eduard Mörike bis Heinz Erhard an einem literarisch- poetischen Frühschoppen. Zu trinken gab es kein Bier sondern Apfelsaftschorle und Buttermilch, denn es sollte ja noch mit dem Radl weiter hinunter ins Tal gehen. Die Sonne schien immer noch, aber es waren ja Gewitter angesagt. Die Abfahrt war wieder schneller erledigt, als am Tag zuvor das Hinauffahren.

Als wir in Mittenwald ankamen wurde es schon bedrohlich dunkel und schwül. Wir entschlossen uns die Tour abzubrechen und hofften auf einen Platz im Zug. Das Verladen der Tandems in Mittenwald lief allen Befürchtungen zum Trotz hervorragend. Wir hatten geradezu unverschämtes Glück Der Lokführer brachte den Radlwaggon direkt vor uns zum stehen! Ob das an Waltrauds drohenden Blicken lag?


Die Tour verlief ohne Pannen und wir kamen auch alle gesund wieder.


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