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Drei Tagestour 5. - 7.August 2005

Markt Schwaben nach Mühldorf

Mitgeradelt:
Dorothee + Gregor
Waltraud + Hermann Matzke
Claus + Stefan
Gunnar + Mathilde
Vilmar + Gerlinde
Michael + Christa
Robert + Herma

1. Tag - 05. August 2005 Markt Schwaben nach Gerzen

Am Münchner Hauptbahnhof wird durch einen kurzen, gekonnten Eingriff Mathildes Tandem-Kette zum "Rund-Lauf" verholfen. Individuell gehts mit Zug oder S-Bahn nach Markt Schwaben. Blauer Himmel, keine Wolken, Sonnenschein. Gunnar rammt sich beim Transport des Tandems an den Bahnsteigtreppen heldenhaft das Kettenblatt ins rechte Bein, noch vor Beginn der Tour. Kurz nach 10 Uhr gehts in Markt Schwaben los. Nach kurzer Fahrt gibt's eine "Pinkel" und Tandem-Schau-Pause in Ottenhofen bei Andreas Seilinger. Nach einer ruhigen Fahrt treffen wir kurz hinter Dorfen Robert und Herma. Pünktlich um 12.30 Ankunft beim Mittagessen. Trotz Reservierung wollten ein paar "Bier-Dimpfe" nicht rücken. Eine chaotisch organisierte Bedienung verteilt das Essen wahlfrei unter den Gästen. Brezen werden nach Aufforderung durch uns Stückweise verteilt.
Am Ende sind trotzdem alle zufrieden, satt und sitzen in der Sonne. Auch Dorothee läßt die Hüllen fallen - respektive die lange Hose. Weiter gehts auf dem Vils-Radweg. Diesmal ist es das andere Matzke Tandem, das um Aufmerksamkeit bettelt. Langsam aber stetig verliert das Hinterrad an Luft. Claus befindet, daß der Mantel nicht weiterfahren will.
Da fällt Herma ein, daß kurz hinter uns ein Schild zu einem Radladen stand. Gunnar und Vilmar machen sich (auf den viel zu niedrigen Sätteln eines Tandems) auf die Jagd nach einem neuen Mantel. Ok, Hinweisschild ist tatsächlich da, der Weg führt den Berg hinauf. Nach steilem Anstieg endet der Weg auf einer Querstraße. Kein weiteres Schild, kein Ort. Also fahren wir mal links, was sich nach Murphy natürlich als falsch herausstellt. Kaum 5km später und Nachfrage an einem einsamen Bauernhof drehen wir um und können endlich im nun aufgetauchten Radladen einen brauchbaren Mantel erstehen.
Claus rebootet derweil Gregors Tacho. Dorothee freut sich, daß sie jetzt sehen kann, wie schnell sie fährt. Nach Eintreffen von Vilmar und Gunnar samt neuem Reifen kann die Fahrt schon bald vortgesetzt werden. Um ~16.00 Uhr überfallen wir die Eisdiele Dolomiti in Vilsbiburg.
Über schöne ruhige kleine Wege gehts weiter überwiegend bergab nach Gerzen. Quartierbezug und Treffen zum Abendessen. Auch die Kleins tauchen noch rechtzeitig zum Essen auf. Konnten leider Arbeitsbedingt erst jetzt zur Tandemgruppe stoßen. Zufällig gibt's heute ein reichhaltiges, vielfältiges Salatbuffet. Nach einem ausschweifendem Abendessen in lauer Natur warten auf den angekündigten Regen in der Nacht. Hinweise für einen schönen Ausflug zu den "Wilden Damen" ums Eck. (Für alle anderen, Damm-Wild oder wie heißt das Wild .... Zeug). Plötzlicher Aufbruch ins Bett. Gregor beklagt bei der Gelegenheit die schmale, niedrige Statur von Dorothee. Er bekommt hinter Ihr auf dem Tandem viel mehr Wind ab als sonnst bei Rolf.

2. Tag - 06. August 2005 Gerzen nach Aldersbach

Nach verregneter Nacht sollte der Start um 10.00 Uhr statt finden. Beim gemeinsamen Frühstück blickte leicht die Sonne durch und wir konnten mit einer halben Stunde "Kreativpause" starten. Die Fahrt ging durch Nebenstraßen und eigene Radwege durch schöne Landschaft, vorbei an vielen Mais-, Kraut-, Rüben- und Weizenfeldern. Mittlerweile sind auf den Feldern schon viele "Gurkenpflücker-Stoßtrupps" unterwegs. Schön langsam blinzelt auch die Sonne durch die Wolken und erfreut auf den ruhigen Fahrradwegen. Ab und zu überqueren wir die Vils. Pannenfrei und gut gelaunt kommen wir dann pünktlich zum Mittagessen im Ort Exing an. Im Gasthof "Zum alten Brauhaus", dessen Namen übrigens mehr verspricht als der Charme der Kneipe dann vermittelt, haben wir trotzdem gut gegessen. Nach reichlich Aufenthalt (Ein Koch in der Küche ist wohl doch etwas knapp bemessen) gehts immerhin Regenfrei und wieder mit einzelnen Sonnenflecken gemütlich und fast autofrei weiter. Durch schöne Landschaften, Maisfelder und viele, viele kleine Bauerndörfer mit teilweise wunderschönen Holz- und Bauernhäusern. Wie kann man nur so viele Blumen an einem Balkon unterbringen?
Durchs "Dackeldorf" gehts dann schnurstracks zum Mayerhof in Aldersbach, unsrem zweiten Quartier. Ein schöner Landgasthof mit Metzgerei und Zimmern, der gerade 100jähriges Bestehen feiert.
Um den Nachmittag zu beschließen schauten wir uns noch das nahegelegene Kloster mit Brauhaus an, "Klosterbrauerei Aldersbach". Mit Kirchenführung (Asam-Kirche) und anschließender Verkostung der Biere im Klosterstüberl, in dem es übrigens möglich ist, seine eigene Brotzeit mitzubringen - so wie bei uns im Biergarten.
Vorzügliches Essen gab's dann im Landgasthof, auch wenn nicht mehr alles auf der Speisekarte Verfügbar war. Was natürlich zu entschuldigen war, da der Landgasthof extra für uns seinen Urlaub (und damit die Schließung) um einen Tag verschoben hat. Ach ja, zum Abendessen kam dann noch Vilmar's Frau zu uns.
Spruch des Tages: "Hermann bekommt beim Blitzen dicke Eier"

3. Tag - 07. August 2005 Aldersbach nach Mühldorf am Inn

Diesmal gibt's um 8 Uhr Frühstück da die Abfahrt für 9 Uhr geplant ist. Dabei verklingen die letzten Regentropfen. Bei grauem Himmel gehts pünktlich los zur letzten Etappe. Diese Route mußte Bundesbahn bedingt gegenüber der original Tour vor 10 Jahren etwas abgeändert werden. Neues Ziel ist nun Mühldorf. Das heutige Höhenprofil zeigt im gegensatz zu gestern nach oben, was man vom Wetter nicht gerade behaupten kann. Erheblich dunkler und Gewittriger gehts aber trotzdem gut gelaunt durch schöne Landschaft und auf ruhigen Wegen. Im Durchschnitt etwas nachlassend gehts weiterhin leicht bergauf vorwärts. Die Meinung über das gefahrene Tempo wird langsam geteilt. Dorothee verschiebt vorsichtshalber die Ankunft im Gasthof Stangl-Bräu mittels Handy nach hinten.
Trotz aller skepsis sind wir dann doch pünktlich (und somit zu früh) in Hebertsfelden im Gasthof Stangl-Bräu. Also warten wir kurz in der Dorfkirche, zünden eine Kerze an und halten um besseres Wetter. Bei gutem Essen, hört man draußen den Regen an die Scheiben prasseln. Da schmeckt's dann gleich noch mal besser. Pünktlich zum Espresso kommt die Sonne erneut kurz zum vorschein was uns zum baldigen Abmarsch mahnt.
Weiter gehts wie bisher leicht bergauf vorbei an Eggenfelden, wo Robert und Herma lieber den Zug besteigen als das Tandem. Trotz kreuzenden "Gurkenlastern" gehts auch für den Tag pannenfrei weiter. Viele von uns sind mittlerweile in Regenkluft gehüllt, nur Gunnar ist noch der festen Überzeugung ohne selbiger auszukommen. Die Wege bleiben weiterhin ruhig, die Tandemgruppe durch weitere Berge ebenfalls. Claus hat an diesem Tag die Führung übernommen und führt gekonnt bis Mühldorf. Kurz vorm Ziel (3km) wollte es der Himmel dann doch noch wissen und schickte einen kurzen aber heftigen Regen/Hagelschauer den wir durch unterstellen trocken überstanden. Am Bahnsteig stießen dann wieder Robert und Herma dazu. Eine knappe Stunde später kamen wir wohlbehalten in München an.

Ein großes Lob den Organisatorinnen Dorothee und Waltraud, nebst Pannenhilfsfahrzeug Claus und Stefan. Brauchbares Wetter, schöne Landschaften, ruhige Radwege, eine tolle Gruppe - was will man mehr?!


zuletzt geändert am 02.02.2010 von leitung@tandemerer.de © 2001 - 2017 Die Tandemerer