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Guide4Blind - neue Wege im Tourismus auch für blinde und sehbehinderte Menschen

Die Projektarbeit "Guide4Blind - neue Wege im Tourismus auch für blinde und sehbehinderte Menschen", ein Gemeinschaftsprojekt des Kreises Soest und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Soest mbH, traf auf das Interesse eines internationalen Publikums aus Israel, Bosnien, Polen, China, Frankreich, Spanien und Neuseeland. Zu Gast am Stand waren Vertreter von Ministerien Verbänden, Firmen unde Blindeneinrichtungen, denen auch Entwicklungen aus dem europäischen Projekt "HaptiMap" vorgeführt wurden. Sehr viele blinde Menschen ließen sich Inhalte der Projekte und Applikationen auf modernen Smartphones zeigen. "Die Begeisterung der Besucher beim Testen der sogenannten Apps zeigt uns deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so das Resümee von Jörg Böcker, Entwickler im Projekt. "Viele blinde Menschen fanden unsere noch nicht im Gesamtsystem fertig gestellten Anwendungen schon so vorteilhaft, dass sie die Testprogramme für sich auf ihren eigenen Handys nutzen möchten."

Die geführten Gespräche verdeutlichten nach Ansicht des Messeteams, dass die Bemühungen des Kreises Soest, ein europaweites Netzwerk für blinde und sehbehinderte Menschen aufzuspannen, auf großes Interesse stoßen. Blindenverbände, -einrichtungen und -vereine lieferten viele Anregungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Projektleiter Jörn Peters: "Wir können diese sehr positiven Prozesse aus kommunaler Sicht mit unseren Projekten begleiten und auf Länderebene diskutieren, um dann auf Bundes- und Europaebene einheitlich zu gestalten, zu entwickeln und deutliche Schritte zu unternehmen. Wir möchten nicht nur von Barrierefreiheit reden, sondern Barrierefreiheit erlebbar machen."

In dem Gemeinschaftsprojekt "Guide4Blind" des Kreises Soest und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Soest mbH wird ein Navigationssystem für blinde und sehbehinderte Menschen unter Berücksichtigung touristischer Belange entwickelt. Neben den Entwicklungsfortschritten in den Bereichen Datenbank, Geodaten und hochpräzise GPS-Empfänger konnte mit einem "Tandemtour-Guide" eine erste Applikation aus "Guide4Blind" für Android-Mobiltelefone getestet werden. Diese Anwendung ermöglicht nicht nur blinden oder sehbehinderten Menschen auf Tandems, vorgegebene Radrouten auf eine ganz andere Art und Weise zu erleben. Der "Tandemtour-Guide" gibt den Radlern auf Wunsch Informationen zur Geschichte, zur Natur aber auch zu Einkehrmöglichkeiten entlang der gewählten Strecke. Der Tourguide soll erstmals öffentlich auf dem Sattelfest 2011 vorgestellt und getestet werden.

Aus dem Projekt "HaptiMap" wurden die Applikationen "Geiger-Counter" und "taktiler Compass" vorgestellt. Diese Programme helfen, die letzten Meter der Navigation zielgerichtet zum gewünschten Hauseingang, zur Ampelkreuzung oder zur Bushaltestelle zurückzulegen. In einer auf der SightCity durchgeführten Nutzerstudie konnten die Besucher des Guide4Blind-Standes aktiv Einfluss auf die Entwicklung der vorgestellten Programme nehmen.

"Der rege Zuspruch, die vielen Anfragen und das große Interesse zeigen deutlich, dass wir auch als Kommune einiges bewegen können", betont Landrätin Eva Irrgang. "Mittlerweile sind Landes- und Bundesregierung auf unsere Projekte aufmerksam geworden und bieten ihre Unterstützung an."

Weitere Einzeilheiten auf der Homepage von externer Linkwww.guide4blind.de


externer Link Link zu anderer Site | zuletzt geändert am 31.05.2011 von leitung@tandemerer.de © 2001 - 2017 Die Tandemerer  Valid HTML 4.0